Systemische Hypnotherapie und Teile-Arbeit

Im Laufe unseres Lebens haben sich in unserer Psyche Gedanken- und Gefühls-muster manifestiert, die nach dem systemischen Modell als „Persönlichkeits-anteil“, „Persönlichkeitsteil“  (kurz „Teil“) oder „Unterpersönlichkeit“ bezeichnet wird.

 

Diese Teile wurden dazu entwickelt, um uns in einen bestimmten Gemütszustand zu bringen, der uns bei der Bewältigung von bestimmten Lebensaufgaben hilft. Diese Teile sind von Natur aus gut. Doch insbesondere in der Kindheit, durften wir manche Teile nicht zeigen, wir mussten sie unterdrücken, was teilweise zu starken Polarisierungen in unserer Psyche führte.


Um wieder in Balance zu kommen, entwickelten wir daraufhin neue Teile, die uns halfen mit den Lebensumständen besser klar zu kommen. Diese Teile halfen uns, zu überleben und dienten letztendlich unserem Schutz. Doch dann änderten sich die Lebensumstände, wir wurden reifer und die einstmaligen Beschützer entwickelten sich zu Wächtern, die uns heute blockieren und uns das Leben schwer machen. 

Die Verhaltensweisen

Die Teile interagieren auf eine ganz außerordentliche Weise miteinander. Ähnlich wie bei einem körperlichen Organ haben sie Einfluss aufeinander, bilden Koalitionen und verbünden sich. Zur Vereinfachung lassen sie sich in drei oder vier funktionale Kategorien einordnen:

  1. Die jungen, reaktiven, inneren Kinder
  2. Die Beschützer und Wächter der inneren Kinder - bis hin zu den extremen Feuerbekämpfern/ Schattenkämpfern
  3. Die erwachsenen, inneren Manager und der Weise.
  4. Der Regisseur aller Teile: das „wahre SELBST“ (vs. „falsches/ Pseudo-Selbst“), sowie ein oder mehrere Teile des „höheren SELBST“

In jedem Moment, können sich die Teile auf einem Kontinuum heraus erfahren.
Das reicht von

  • chaotisch, außer Kontrolle, unorganisiert, panisch, hysterisch   ... bis zu
  • taub, dumpf, gefühllos, bla-bla labernd, leer … bis zu 
  • zentriert, harmonisch, geerdet, heiter, ruhig, klar, sicher … bis zu
  • transzendiert, erleuchtet und in der Einheit verschmolzen.

Die Auswirkung dieses Verhaltens auf die ganzheitliche Gesundheit und auf andere Lebensangelegenheiten der Persönlichkeit können dabei als

  • schädlich, toxisch, hemmend  … bis hin zu
  • nährend, fördernd, unterstützend im Hinblick auf Gesundheit, Wachstum und 
  • Entfaltung des vollen Potentials 

betrachtet werden.

Im Dialog mit den Teilen

Im Dialog mit Ihren Teilen lernen Sie sich besser kennen und können erfahren,  was Sie wirklich brauchen.  Das verändert sofort die Stimmung. Sie werden ruhiger,  Ihre Haltung entspannt sich und aus einer gewissen Distanz heraus - aus Sicht eines neutralen Beobachters – lernen Sie vielleicht auch über Ihre Teile zu lachen.

 

Humor ist übrigens eine SELBST- Qualität und eine große Ressource in der Teile-Arbeit. Und wenn Sie neugierig auf Ihre Teile sind, macht das Erforschen Ihres eigenen inneren Systems sogar riesen Spaß.

 

Im Außen, im gesellschaftlichen Verhalten, in der Kommunikation mit anderen können Sie gut Ihre Teile und die der anderen beobachten z.B. in der Schule, am Arbeitsplatz oder abends zu Hause mit der Familie. Der Walt Disney Trailer von "Inside Out" zeigt das auf eine ganz humorvolle Weise.

Aufstellungen mit Persönlichkeitsteilen

Bei den System-Aufstellungen  werden Persönlichkeitsteile in wechselseitiger Beziehung zueinander gestellt. Auf diese Weise verbildlichen die inneren Teile die Vorgänge und Prozesse, die beim Entstehen eines Problems beteiligt waren und bieten zugleich die Möglichkeit einen neuen Zielzustand über balancierende Teile, Ressourcen darzustellen.

 

Durch das Aufstellen der Teile zeigen sich auch deutlich die innere Koalitionen und schädliche Bündnisse. Je schwerer das Problem, desto heftiger reagieren die betroffenen Teile dabei miteinander bzw. gegeneinander. Hier lassen sich deutlich Polarisierungen erkennen und es wird offensichtlich, welcher Teil zum Beispiel besonders heftig mit aggressiven Verhalten reagiert,  welcher Teil überbewertet oder abgewertet wird und welche Teile schlichtweg übersehen werden.

 

Konflikte sichtbar machen und lösen

Aufstellungen eignen sich dazu, für die Lösung eines Konfliktes wichtige innere Vorgänge in bildhafte Prozesse zu „übersetzen“. Während dieser prozesshaften Kommunikation können sowohl bewusste, als auch verborgene Teile wie zum Beispiel die Verbannten wieder miteinander „ins Gespräch“ kommen. Auf diese Weise können neue Bilder und Interaktionen entstehen, wenn sich z.B. die vorher verborgenen, ausgeschlossenen  oder entwerteten Teile wieder gesehen fühlen. Mit dem wahren SELBST in der Führung werden sie dann in ihrer Existenz gewürdigt. So können sich die mitunter als bedrohlich wahrgenommene Blockaden in freundliche Begleiter verwandeln oder lästige Symptome entwickeln sich zu beschützenden, wohlwollenden Gefährten und Wegweisern.

 

Zielführende Möglichkeit bei Tabu-Themen

Aufstellungen mit inneren Teilen und abstrakten Elementen ist ein Weg, verborgene und oftmals Tabu-behaftete systemische Zusammenhänge und Verstrickungen schonend aufzugreifen und auf diese Weise mögliche Lösungen anzuregen. 

Sylvia Römer

Heilpraktikerin für Psychotherapie (HPG), 

Dipl.-Betriebswirtin (FH)

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